Sahst du ein Glück vorüber gehn

Sahst du ein Glück vorüber gehn,
dass nie sich wiederfindet,
ist´s gut, in einen Strom zu sehn,
wo alles wogt und schwindet.

O, starre nur hinein, hinein,
du wirst es leichter missen,
was dir, und soll´s dein Liebstes sein,
vom Herzen ward gerissen.

Blick unverwandt hinab zum Fluss,
bis deine Tränen fallen,
und sieh durch ihren warmen Guss
die Flut hinunter wallen.

Hinträumend wird Vergessenheit des Herzens Wunde schließen;
die Seele sieht mit ihrem Leid sich selbst vorüber fließen.

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Am Himmelsantlitz wandelt

Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,
die düstre Worte dort, so bang, so schwer; wie auf dem Lager sich der Seelenkranke, wirft sich der Strauch im Winde hin und her.

Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen, die dunkle Wimper blinzelt manches Mal, so blinzeln Augen, wenn sie weinen wollen,
und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl.

Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer
und leise Nebel übers Heideland, der Himmel ließ nachsinnend seiner Trauer, die Sonne lässig fallen aus der Hand.

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